In Pfullingen existierten schon im 13. Jahrhundert verschiedene Mühlen, unter anderem die Baumann´sche Mühle, die Schlossmühle beim Rempenschloss, die Volk´sche Mühle (Kraußstr. 6/2) und die Rehm´sche Mühle (Leonhardstr. 19). Im Laufe der Jahrhunderte baute man Mühlen zum Zerkleinern und zum Bearbeiten von allerhand Materialien: es gab Säg-, Walk-, Papier-, Hanf-, Flachs-, Öl-, Gips-, Pulver- und Schleifmühlen.
1624 wird von neun Mühlen berichtet, 1828 zählt Stadtpfarrer Friedrich Wilhelm Meyer, der erste Pfullinger Ortschronist, der Schwager Ludwig Uhlands, 15 „Wassertriebwerke“ auf: 2 Papiermühlen, 2 Öl-, 2 Gips-, 1 Säg-, 5 Mahlmühlen, 2 Hanfreiben und 1 Eisenhammer. Mit dem Einsetzen der Industrialisierung und dem inzwischen aufgebauten öffentlichen Stromnetz verloren die Mühlen zusehends an Bedeutung. Nach und nach „verschwanden“ die Mühlen aus dem Stadtbild Pfullingens.

